Dank der digitalen Revolution haben wir heute viele Werkzeuge, mit denen wir ein Design erstellen können, wie es noch vor 20 Jahren nicht möglich gewesen wäre. 3D-Programme lassen uns Modelle am Rechner entwerfen und von allen Seiten betrachten und 3D-Drucker produzieren uns in einer Stunde einen ersten Prototypen.

Aber gutes Design braucht mehr als nur Rechenkraft: Ein Design, gleich ob für eine Webseite oder ein Produkt, muss einen Zweck erfüllen, und das so gut wie möglich. Design ist nicht reine Schönheit, dafür ist die Kunst zuständig. Vielmehr ist Design immer mit der Anwendung eines Produktes verbunden und muss es dem Anwender so einfach wie möglich machen, dieses zu benutzen.

Beispiel wie man es nicht macht

In der Produktentwicklung gab es immer wieder Beispiele von Designs, die wohl gemeint waren, den Anforderungen der Benutzer aber nicht genügten. Ein einfaches Beispiel ist ein Malbuch für Kinder, bei dem der Grafiker dachte, Dalmatiner seien bei Kids beliebt. Das Problem ist nur, dass man bei einem Dalmatiner nicht viel auszumalen hat.

Ein Beispiel wie man es richtig macht, ist ein Fahrrad, das der Möbelkonzerne IKEA zusammen mit Veryday Design entwickelt hat. Es ist komplett aus Aluminium und so leicht, dass man es sehr einfach auch Treppen herauf- und heruntertragen kann. Außerdem hat man die Kette wartungsfrei gemacht.

Diese Beispiele zeigen, dass Designer sehr genau die Bedürfnisse der Anwender verstehen müssen, wenn sie ein gutes Design produzieren wollen. Es geht dabei nicht darum, was sie als gut befinden, sondern wie ein Produkt oder eine Webseite einem zukünftigen Nutzer das Leben leichter machen kann. Deswegen werden heute zum Beispiel Webseiten so gestaltet, das sie auch auf mobilen Geräten einfach anzusehen sein, ohne das man nach rechts oder links scrollen muss. Ein anderes Beispiel war die in den dreißiger Jahren entwickelte Schreibtischlampe, die man stufenlos heranziehen konnte, um so Bewegungsfreiheit zu haben oder aber mehr Licht auf ein Objekt bringen zu können.